The Doors

If the doors of perception are cleansed open, everything would appear to men as it is: infinit“
William Blake:
Heaven and Hell

Auch wenn dieser Satz schon im achtzehnten Jahrhundert formuliert wurde, entzog er sich doch fast 150 Jahre lang seiner vorbestimmten Bedeutung. In den Fünfziger Jahren des letztes Jahrhunderts nutzte Aldous Huxley diesen Satz, um seine Erfahrungen mit Meskalin auf den Punkt zu bringen. Schlussendlich gelangte der Satz über diese Umstände vor die Augen eines jungen Mannes, der mit Kommilitonen im Jahre 1965 eine Rockband gründen wird, die bis heute ihre musikalische Bedeutung beibehält. Der junge Mann hieß James Douglas Morrison, und die Band, deren Name sich auf das Zitat bezieht, heißt ‘The Doors’.
Im Februar nun jährte sich der Release ihrer ersten LP zum fünfzigsten Mal. Eventuell ein unbedeutendes Ereignis in der Weltgeschichte, über das man dennoch einmal einen Gedanken, kurz vor dem Abdriften in neue Träume und Albträume, verlieren kann.
Ist die Bedeutung von Jim Morrison als Rockgott bekannt, und in den Köpfen vieler bestimmt auch akzeptiert, soll doch einmal die Konzentration auf das erste Album selbst gelenkt werden.
Keine Frage: Das Album ist aus Rock/Pop Sicht ein Meilenstein der Musikgeschichte ähnlich wie Sgt. Pepper’s von den Beatles. Allerdings strahlt ‘The Doors’ eine sich im Zuhörer wiederfindende Melancholie aus, der man sich kaum entziehen kann oder entziehen will. In den Tiefen der Lieder sind nicht nur brillante Melodien und mysteriöse Texte zu finden, sondern zwischen den Zeilen auch eine dunkle Philosophie, die sich einerseits wie ein Schatten von dem grellen Friedenslicht der Hippies abhebt, andererseits aber den Intellekt dieser Zeit und dieser Jugend eingefangen hat. Eine wilde Mischung aus dem Existentialismus Friedrich Nietzsches und der Trunkenheit eines Bacchus.
Und auch wenn diese Musik sich nicht mehr ganz in unser Zeitgeschehen des einundzwanzigsten Jahrhunderts einfügen will, beschreibt auch heute noch folgendes Zitat von Jim Morrison die Musik von ‘The Doors’ am besten: „There is the known, and there is the unknown, and in between are The Doors’.

Hello world.

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