Embryo, 17.8, Rote Sonne. Ein einfaches DIN-A4 Plakat, und doch erfasste es die Aufmerksamkeit von vorüberziehenden, gehetzten Münchenern. Der Name dieser Band klingt vertraut und doch ist es ein Konzert ohne Erwartungen. Man geht durch die warme Nacht, aufgeheizt durch den Asphalt, und steht vor der ‘Roten Sonne’, zahlt den Eintritt und geht in den, durch die Instrumente, noch engeren Raum. Setzt sich vor dem ganzen Ensemble auf dem Boden. Eine Wand aus Musikern begegnet einem. Als die Gruppe zu spielen beginnt, steigt Begeisterung und Euphorie in die Köpfe. Die Mischung aus Rock, Jazz, orientalischer Musik und psychedelischen Klang nimmt einen sofort bei der Hand in ein fantasievolles Kopfkino. Seit nun 48 Jahren hallt dieser Sound in den Köpfen der Zuhörer und auch nach fast einem halben Jahrhundert des Bestehens überzeugt die Gruppe obwohl sie mit neuer Besetzung nun eher aus dem Zeitgeist unser heutigen Generation stammt. Und die schwere Aufgabe, die sich Maria Burchard, Tochter des Gründers Christian Burchard, auferlegt hat, das musikalische Erbe auch nach so vielen Jahren weiter am Leben zu halten, meistert sie!