Der neue Animationsfilm von Michel Ocelot „Prinzessinnen und Drachen“ besticht nicht nur durch seinen eignen sich einprägenden Animationsstil, sondern ebenfalls durch die kreative Aufarbeitung von Märchen. Die Macher schaffen es aus Papier ein Schattentheater zu zaubern. Die Darstellungen, zwar relativ simpel anmutend, ermöglichen es sich auf eine neue und charmante Weise mit den Geschichten auseinander zusetzen. Und auch wenn der Film klar für das jüngere Publikum bestimmt ist, fangen die Erzählungen auch die Herzen der Älteren, die in den Märchen nicht nur die Story sehen, sondern auch eine phantasievolle Welt, in der man sich stärker zurecht finden will. Man fühlt den Anspruch in sich aufsteigen mehr und mehr hinter den Vorhang des Erzählers zu blicken und die wahre Natur der Märchen zu entdecken. Dieser Film besitzt diese kleine Brise Magie, die man auch verspürte als man die Bücher der Gebrüder Grimm gelesen hatte.