Von der alternden Schriftstellerin Maya Dardel, die vermeintlich süße Zufriedenheit in ihrem geplanten Suizid sieht, erzählt der gleichnamige Film. Sie veranstaltet einen Wettbewerb unter Autoren, die ihren Nachlass gewinnen können. Auf eine sehr erwachsene, unpathetische und emotional tiefgreifende Ebene schafft es der Film, Charaktere durch schwermütige Dialoge aufzubauen. Dabei wird die Depression der Protagonistin in vielerlei Hinsicht angedeutet, ohne allerdings mit deutlichen Worten darauf einzugehen und eine moralisierende Antwort zu finden. Dem Kinobesucher wird die Freiheit, darüber zu urteilen, völlig überlassen. Und doch, wenn der geplante Freitod wie ein Damoklesschwert über den Köpfen der Darsteller schwebt, wird dieser selbst nur undeutlich in den Vordergrund gestellt. Vielmehr werden philosophische Dialoge und das Handwerk des Schriftstellers in den Fokus genommen.